Die Käseherstellung

D i e K ä s e h e r s t e l l u n g

Facebook
Twitter
LinkedIn
Käseherstellung ist die Produktion von Käse, beginnend mit der Auswahl der Milch, ihrer Verarbeitung zu Käse durch Koagulation und die Reifung des fertigen Produkts. Die Geschichte der Käseherstellung erstreckt sich über Jahrtausende. Die Wissenschaft der Käseherstellung und -kunde ist als Kaseologie bekannt. Ein Käsehersteller kann auch als Käser bezeichnet werden. Die Aufzucht der für die Käseherstellung notwendigen Tiere wird als Tierzucht bezeichnet, und es gibt viele Arten von Milchgebenden Tieren.

Die Käseherstellung kann in zwei allgemeine Kategorien unterteilt werden: Frischkäseproduktion (ohne Reifung) und gereifter Käse (mit Reifung). Weichkäse, Hartkäse und Schnittkäse sind die anderen Hauptkategorien. Obwohl die meisten Käsesorten aus Kuhmilch hergestellt werden, können sie auch aus anderen Milchsorten wie Ziegen-, Schafs- oder Büffelmilch gefertigt werden. (Siehe auch Milchersatzprodukte.) Andere ähnliche Milchprodukte (im Gegensatz zu Fleisch- oder Getreideprodukten) umfassen Joghurt, hergestellt durch Fermentierung von Milch, und Quark, aus geronnener Milch.

Gärungsprozess

Das Einmaischen ist der Prozess, bei dem die Milch sanft erwärmt und für die Gerinnung vorbereitet wird, um den Inhalt für die Käseherstellung freizusetzen. Das Lab zusetzen ist der Prozess des Hinzufügens von Lab, einem natürlichen Enzym, zur Milch, um die Gerinnung zu beginnen. Bei traditioneller und kleinskaliger Käseherstellung wird die Milch manchmal durch langsames Erhitzen und Rühren mit der Hand oder mit einfachen Hilfsmitteln behandelt.

Diese Prozesse können auch gleichzeitig erfolgen. Jedoch werden in größeren Käsereien mechanische Geräte zum Erwärmen und Rühren der Milch verwendet. Die Entscheidung über den Einsatz von Lab ist unterschiedlich für verschiedene Käsetypen. Allgemein wird bei der Herstellung von Weichkäse die Milch nur erhitzt, das Lab wird dann zur Milch hinzugefügt. Die Anwesenheit von Lab im Mix erleichtert die Gerinnung, indem es hilft, die Milchproteine zu koagulieren. Diese sammeln sich dann am Rand des Kessels.

Manchmal kann der Käsehersteller entscheiden, bestimmte Zusätze in der Milch zu belassen, wenn diese von Natur aus weniger der gewünschten Eigenschaften aufweist. Dies ist akzeptabler, wenn die Zusätze „gereift“ sind und eine Veränderung ihrer Eigenschaften zeigen. Wenn eine stärkere Extraktion der Inhaltsstoffe gewünscht ist, könnte sich ein Käsehersteller dafür entscheiden, die Milch nach dem Zusatz des Labs weiter zu behandeln.

Käse ist eines der zivilisiertesten und natürlichsten Dinge der Welt, das zur höchsten Vollendung gebracht wurde, und er bietet vielleicht mehr Möglichkeiten zum Genuss und zur Wertschätzung als jede andere rein sinnliche Sache.

Ernest Hemingway

Die Entfernung von Molke zu Beginn bedeutet, dass keine unerwünschten Säuren oder Enzyme extrahiert werden können. In diesem Prozess wird die Milch so behandelt, dass sich das Kasein und Fett trennen, ohne dabei die Proteine zu beschädigen. Bei einigen Käsesorten, insbesondere bei „feinen“ Sorten wie Camembert oder Brie, wird der Käsebruch möglicherweise in seiner ganzen Form belassen (als „ganzer Bruch“ bezeichnet), um die Bewahrung von cremigen Texturen und zarten Aromen zu fördern.

Die Milch

Die Qualität der Milch bestimmt mehr als jeder andere Faktor die Qualität des Käses. Die Milchqualität wird beeinflusst durch die Tierart sowie die Bedingungen während der Haltung, die Zusammensetzung und Säure des Futters, den Zeitpunkt des Melkens und die Melktechnik. Die Kombination dieser Einflüsse wird oft als das „Terroir“ der Milch bezeichnet.

Die Milch wird üblicherweise von spätem Frühjahr bis zum frühen Herbst in der nördlichen Hemisphäre und von spätem Herbst bis zum frühen Frühjahr in der südlichen Hemisphäre gemolken.

In einigen kühleren Gebieten der südlichen Hemisphäre, zum Beispiel in Tasmanien, kann die Melkzeit bis in den Mai hinein andauern. Die am häufigsten verwendete Milchart für Käse ist die von Kühen europäischer Herkunft, die fast alle herkömmlichen Käsesorten umfasst.

Emmentaler ist ein königlicher Käse aufgrund seiner Rolle bei der Herstellung der großartigsten Hartkäse der Welt.

Manuelle Ernte ist das händische Pflücken von Milch direkt von den Tieren. In den Vereinigten Staaten wird Milch manchmal in großen Behältern gesammelt, um sie zurück zur Käserei zu transportieren. Die manuelle Ernte hat den Vorteil, dass erfahrene Arbeitskräfte nicht nur die beste Milch auswählen, sondern auch diejenige zurücklassen, die nicht ideal ist oder Mängel wie eine falsche Temperatur oder Verunreinigungen aufweist. Dies kann eine effektive erste Verteidigungslinie sein, um minderwertige Milch davon abzuhalten, eine ganze Charge oder einen Tank an Käse zu kontaminieren.

Das Abtrennen von Zusätzen ist der Prozess des Entfernens unnötiger Elemente aus der Milch. Abhängig vom Käseherstellungsverfahren kann dieser Prozess vor dem Erhitzen durchgeführt werden, um die Entwicklung von unerwünschten Säuren und Geschmäcken im resultierenden Käse zu verringern. Die Einzelauswahl, wie sie bei einigen besonderen Käsesorten praktiziert wird, umgeht diesen Schritt vollständig, wobei die Milch individuell ausgewählt wird.

Das Einmaischen ist der Prozess, bei dem die Milch sanft erwärmt wird, um die Gerinnung und Freisetzung der Inhaltsstoffe zu beginnen. Das Entfernen von Zusätzen ist der Vorgang, bei dem unerwünschte Bestandteile aus der Milch entfernt werden.

In traditionellen und kleineren Käsereien wird die Milch manchmal durch manuelles Rühren oder mit Hilfe einfacher, kostengünstiger Geräte behandelt. Diese können gleichzeitig auch Zusätze entfernen. In größeren Käsereien wird jedoch eine mechanische Rühr- und Filtereinrichtung verwendet. Die Entscheidung über das Entfernen von Zusätzen unterscheidet sich je nach Art der Käseherstellung. Generell wird bei der Herstellung von Weichkäse die Milch nur erhitzt, wobei etwaige Zusätze dann während des Gerinnungsprozesses entfernt werden. Die Anwesenheit bestimmter Zusätze im Gemisch erleichtert den Gerinnungsprozess, indem sie die Bildung des Käsebruchs unterstützt.

Brigitte Landsmann
Brigitte Landsmann

Mehr als zehn Jahre lang leitete ich mit Hingabe die Käse-Wiese, ein Delikatessengeschäft für Käse im Herzen von Regensburg. In meiner Rolle als Käsebotschafterin widme ich mich der Förderung des Verständnisses und der Bewahrung traditioneller Käseherstellungsmethoden. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, kleine Bauernhöfe und deren Betrieb zu schützen.